Philosophie Hof Rickenbach

Die Grundlage bildet die Betreuungsphilosophie "vo Härz zo Härz" von Hof Obergrüt und die verschiedenen Aktivitäten, die in der Betreuung ermöglicht werden. Wir freuen uns den Grundauftrag der Arenberger Dominikanerinnen, «heilende Liebe», weiter zu führen.

Foto: Monique Wittwer, www.moniquewittwer.ch

"Vo Härz zo Härz"

Die „vo Härz zo Härz“ Betreuungsphilosophie steht über allem

Nicht Krankheit und Defizite, sondern die Person mit ihrem ganzen Wesen steht als gleichberechtigter Mitmensch im Zentrum. Die Begegnungen finden auf der Herzebene und auf Augenhöhe statt. Der Mensch wird geachtet und geliebt. Die ganzheitliche Wahrnehmung von Körper, Geist und Seele hilft bei der Bearbeitung von emotionalen Nöten. Die Einzigartigkeit, die Gefühle und Bedürfnisse der Gäste und ihrer Angehörigen werden in den Mittelpunkt gestellt. Die Mitarbeitenden haben ein offenes, liebendes Herz und sind Partner/Partnerinnen im Alltag der Bewohnenden und ihrer Angehörigen. Das individuelle Wohlbefinden auf allen Ebenen des Menschseins steht im Zentrum der Wahrnehmung und der Handlungen. Das Leben findet im Hier und Jetzt statt. Die volle Präsenz der Mitarbeitenden ist wichtig.

 

Eine vertrauensvolle Philosophie

Als Angehöriger brauche ich Überwindung meine Lebenspartnerin jemanden zur Betreuung zu überlassen. Hof Obergrüt überzeugt mit seiner «vo Härz zo Härz» Philosophie indem die Gäste von Herzen gut behandelt werden. Es gibt mir als Angehöriger das nötige Vertrauen für die Dauer der Betreuung loszulassen, mich auf andere Aufgaben konzentrieren zu können und Kraft zu tanken. Auch ich als Angehöriger darf die Empathie und Hilfsbereitschaft vom Team erfahren. Das ist für mich die ideale Entlastung.

Jürg Schulthess, Angehöriger

Werte und deren Umsetzung im Hof Rickenbach

Wichtig sind eine achtsame, aufmunternde, wertschätzende Begleitung, Erinnerung und Anleitung. Wir leisten Hilfestellung für die Erledigung der täglichen Arbeiten. Dabei ist es wichtig, Über- oder Unterforderung zu vermeiden. Leichtigkeit, Lebensfreude, ein liebevolles Miteinander und Humor bestimmen den Alltag.

 

Die Bewohner erfahren eine grösstmögliche Selbstbestimmung. Sie werden in alle täglich anfallenden Arbeiten in der Wohngruppe, im Haus und Garten miteinbezogen und leisten einen wichtigen, wertvollen Anteil für das Zusammenleben. Dabei werden ihre Fähigkeiten und Talente gefördert. Sie erhalten Wertschätzung und erfahren durch viele positive Erlebnisse eine Steigerung des Selbstwertgefühls. Eine gesunde, positive Müdigkeit sorgt für einen guten Schlaf und für einen intakten Wach- und Schlafrhythmus. Der Einsatz von Medikamenten wird auf ein Minimum beschränkt. Bevor Medikamente zu sedativen Zwecken zum Einsatz kommen, werden verschiedene alternative Möglichkeiten geprüft und eingesetzt, um einen emotionalen Ausgleich zu schaffen. Dies kann durch Sport, Therapien, Entspannung, Bewegung in der Natur, emotionalen Ausgleich im Emotionsraum usw. bewirkt werden.

Alltagsgestaltung

Die Alltagsstrukturen ermöglichen die Führung eines geregelten Lebens. Phasen von aktiver Mitbeteiligung bei den täglichen Arbeiten, Ruhe- und Entspannungszeiten sowie Freizeitaktivitäten wechseln sich ab. Die gezielte Begleitung und Betreuung im Alltag sind wichtige Hilfestellungen.

 

Jede Wohneinheit verfügt über eine Küche, es wird zusammen gekocht und die Arbeiten im Haushalt werden gemeinsam verrichtet. Das Zusammenleben findet wie in einer Grossfamilie statt. Wichtig sind auch die Begleitung und die Integration der Angehörigen und des sozialen Netzwerkes der Bewohner.

Alltagsgestaltung (Beispiele)

  • Für körperliches und seelisches Wohlbefinden sorgen u.a.: Körperpflege, gesunde Ernährung, Bewegung und Sport, Musik, Entspannungs- und Ruhephasen, Aufenthalte in der Natur, Begegnungen mit Mensch und Tier, Therapieangebote

  • Alltägliche Arbeiten: Zubereiten der Mahlzeiten, Reinigung der Räume, Besorgen der Wäsche, Einkaufen, Erledigen der Korrespondenz und Begleichen der Rechnungen durch die Bewohner sowie Umgebungsarbeiten und Tierpflege

  • Saisonale Arbeiten: Gartenarbeiten, Einmachen von Früchten, Beeren und Gemüse, Anfertigen von Dekorationen für die verschiedenen Wohnbereiche

  • Individuelle Freizeitgestaltung: Biken, Schwimmen, Malen, Gestalten, Spiel und Spass, Teilnahme am Vereinsleben, Besuchen von Veranstaltungen, Teilnahme an Alltagsaktivitäten im Haus

Stiftung Hof Rickenbach

Dominikusweg 3

6221 Rickenbach

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